Zum Thema "Reformschub oder Rechtsruck - was brachte uns Schwarz-Blau?" diskutieren am 3. Februar 2010 bei Gastgeber Werner Schneyder:



"Es war eine sehr erfolgreiche Regierung", lobte Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser seine Regierungszeit. Die sogenannten "Sanktionen" waren für ihn ein "klarer Verstoß gegen die europäischen Rechtsnormen".

Karl-Heinz Grasser

Man müsse die Angst verstehen, so Doron Rabinovici: Die Regierungsbildung ging mit einem rassistischen Wahlkampf einher ("Stopp der Überfremdung"), in dem unter anderem von "schwarz-roten Filzläusen" die Rede war, die mit "Blausäure vertilgt" werden sollten.

Doron Rabinovici

Die Reaktionen des Auslands seien sehr start übertrieben gewesen, entgegnete Herwig Van Staa. In den darauffolgenden Jahren hätte Österreich eine Politik gemacht, "die die höchste Anerkennung in Europa gefunden hat."

Herwig Van Staa

Schwarz-Blau sei ein "großer Tabubruch" gewesen, mit dem rechtsradikales Gedankengut reingewaschen wurde, findet hingegen die Journalistin Marion Kraske. So sei die Wahl Martin Grafs zum Nationalratspräsidenten das Produkt der Gewöhnung an rechtsextreme Inhalte.

Marion Kraske

"Wir haben keine Rechtsextremisten in den Landtagen gehabt so wie Deutschland", zeigte sich hingegen Ex-Verteidigungsminister Herbert Scheibner überzeugt.

Herbert Scheibner

Der SPÖ-Gewerkschafter Wilhelm Haberzettl konzentrierte sich mit seiner Kritik vor allem auf die Sozial- und Wirtschaftspolitik der Wenderegierung: "Die Regierung hat ja 6 Jahre lang bewiesen, dass sie auf den sozialen Dialog gepfiffen hat."

Wilhelm HaberzettlReaktionen:
Kommunikation in Beton (derstandard.at)
Club 2: Moderator als Agitator (www.ortneronline.at)
ORF, bitte ab in den Konkurs (diepresse.com/blog/politikerbeschimpfung)
Vranitzky weist Grasser-Behauptung aus "Club 2" zurück (www.ots.at)

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