Im Club 2 vom 3. März 2010 zum Thema "Johanna Dohnals Erbe: Was ist aus den Feministinnen geworden?" diskutierten bei Eva Rossmann:

  • Trautl Brandstaller, Journalistin und Feministin
  • Sibylle Hamann, Journalistin
  • Ana Tajder, Autorin "Von der Barbie zum Vibrator"
  • Isabella Meus, Designerin
  • Oliver Peter Hoffmann, Männerpartei
  • Andreas Unterberger, freier Publizist

Johanna Dohnals Erbe: Was ist aus den Feministinnen geworden?

Was ist das politische Erbe Johanna Dohnas? Darüber diskutierte heute eine Runde aus unterschiedlichsten Köpfen im Club 2. Der konservative Publizist Andreas Unterberger meint, junge Männer seien die wahren Opfer der heutigen Gesellschaft und hätten daher "Identitätsprobleme". Sie müssten "Prinzessinenkleider anziehen" und "stricken lernen". Unterberger glaubt nicht, dass Frauen heute noch benachteiligt sind: "Harte Zahlen können sie - glaub ich - nicht vorlegen".

Andreas Unterberger

Für Oliver Peter Hoffmann von der "Männerpartei" sind Frauen das De-facto-Familienoberhaupt. Um dies zu veranschaulichen, zeigte er lustige Grafiken: Männer würden zwar mehr verdienen, Frauen aber mehr ausgeben.

Grafiken

Das komme daher, weil Frauen mehr unbezahlte Tätigkeiten in der Familie machen, konterte Sibylle Hamann: "In dem Moment, wo sie gleich viel einkaufen gehen wie die Frau, ist das fast alles gelöst."

Ana Tajder beklagte, dass die stolze neue Weiblichkeit außer Kontrolle geraten sei. Durften sich die Frauen der "Sex and the City"-Generation noch sinnlich präsentieren, habe sich dies in den letzten zehn Jahren wieder gedreht. Sexy Frauen müssten sich nun anhören, sie seine bloß "dumme Tussis".

Sibylle Hamann und Ana Tajder

Allerdings machten die Frauen der Runde auch Zugeständnisse: So findet Sibylle Hamann, dass nicht nur junge Männer von Wehr- und Zivildienst betroffen sein sollten. Trautl Brandstaller sprach sich dafür aus, dass das Pensionsantrittsalter für Männer und Frauen gleich sein sollte. Da stimmte sogar Andreas Unterberger zu.